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Author(s) Hoffmann, Jens
Year 2003
Title Amok – ein neuer Blick auf ein altes Phänomen
Published in Lorei, Clemens (ed.): Polizei & Psychologie - Kongressband der Tagung "Polizei & Psychologie" am 18. und 19. März 2003 in Frankfurt am Main; Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt/Main.
ISBN 9783935979122
Pages 397–414
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Abstract Das Phänomen des Amoks wird seit über hundert Jahren wissenschaftlich untersucht. Lange Zeit geschah dies vor allem unter psychiatrischen und kulturspezifischen Gesichtspunkten. Die Zahl der empirischen Studien, die Größe der Stichproben und die Qualität der Daten war bis vor kurzem alles andere als zufriedenstellend, so dass das Wissen über diese Form der Gewalt begrenzt blieb. Ausgelöst durch die seit Mitte der 90er Jahre dramatisch zunehmende Zahl von Amokläufen an Schulen, wurden mehrere Forschungsprojekte durchgeführt. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass die Taten zumeist Endpunkte eines längeren Prozesses sind und oftmals bestimmte Warnsignale im Vorfeld auftraten. Diese Erkenntnisse ermöglichen vermutlich auch einen neuen Blick auf Amoktaten von Erwachsenen, allerdings erscheinen hier noch weitere Studien wünschenswert. Es zeichnet sich ab, dass in der Möglichkeit der Prävention solcher Gewaltakte beträchtliche Fortschritte zu erhoffen sind.
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