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In blinder Wut: Warum junge Menschen Amok laufen
In blinder Wut - Warum junge Menschen Amok laufen
Covers of the first and second edition.
Author(s) Hans-Peter Waldrich
Alternate title(s) In blinder Wut: Amoklauf und Schule
Published 2007
Publisher PapyRossa Verlag
Country Germany
Pages 156
ISBN 9783894383749

In blinder Wut: Warum junge Menschen Amok laufen is a book by Hans-Peter Waldrich, published by PapyRossa Verlag, Cologne in 2007. An updated second edition followed in 2010 under the title In blinder Wut: Amoklauf und Schule.

SynopsisEdit

Amokläufe an Schulen stellen vor ein Rätsel: Wie kommt es, dass aus unauffälligen Schülern plötzlich Killer werden? Obgleich die gesellschaftlichen Ursachen deutlich sind, werden mit Vorliebe individualistische Erklärungsansätze herangezogen. Das Buch legt dar, inwiefern eine solche Sicht zu kurz greift, und wirft dabei einen kritischen Blick auch auf die Schule. Es zeigt, wie diese selbst derartige Extremreaktionen begünstigt und damit mitschuldig an den Amokläufen ist. Solange sie die gesamtgesellschaftlichen Defizite reproduziert, kann sie der inneren Vereinsamung und Bindungslosigkeit von Amokläufern nichts entgegensetzen. Andererseits existieren bewährte Konzepte der Kriminologie, durch die antisoziales Verhalten reduziert werden kann. Nichts spricht dagegen, sie auf die Schulen zu übertragen. Allerdings hätte das eine weitgehende Umgestaltung von deren Struktur und Verfahrensweisen zur Folge.

Table of contentsEdit

First editionEdit

Chapter Page
Einleitung: »Going Postal« 7
1. Die Verbrechen
»Campus-Killer« in Aktion 12
Irritation und Ratlosigkeit 14
Das Phänomen 16
Die Täter 20
2. Das soziale Umfeld
Leben im Vakuum 26
Im Sog der Ökonomisiserung 32
»Wozu das alles?«  41
Bilderwelt der Gewalt 45
Brutalisierung der Gehirne 49
3. Die Psyche der Täter
Logik des Mordens 56
Abgespaltene Innenräume 57
Tötungstraining 61
Verstärkereffekte 68
Die Rückgewinnung der Kontrolle 73
»I felt like god!«  77
»Ich sterbe wie Jesus Christus!«  81
4. Schulen als Bedingungsrahmen
Warum an Schulen? 88
Der Leistungsbegriff 90
Schulaltag 91
Die Note 96
Die Produktion von Verlierern 100
Das Rivalisieren 104
Heimlicher Lehrplan 108
5. Es geht auch anders
Schulen – ohne Amoklauf? 114
Demokratie als Ernstfall 120
Gemeinsam statt gegeneinander 127
Gewaltprävention aus Prinzip 132
6. Ausblick
Der nächste Schütze steht bereit 142
Anmerkungen 146
Literatur 151
Autor und Mitarbeiterinnen 156

Second editionEdit

Chapter Page
»Going Postal« – Amok als Symptom 7
1. Die Verbrechen
Der typische Ablauf 11
Fakten 17
Täter 21
2. Das soziale Umfeld
Leben ohne Bindung und Anerkennung 27
Die große Unsicherheit 31
Im Sog der Ökonomisiserung 34
Ohne Halt und Orientierung 36
Das Verschwinden des Sinns 43
Fragile Männlichkeit 46
Sex aus dem Internet 47
»Wozu das alles?«  52
Bilderwelt der Gewalt 56
Brutalisierung der Gehirne 60
3. Die Psyche der Täter
Der Streit um das Täterprofil 66
Abgespaltene Innenräume 69
Die Affektlogik des Hasses 76
Tötungstraining 78
Kein Platz für Gefühle 82
Verstärkereffekte 86
4. Die Botschaft des Amokläufers
Ohnmächtiger Narzissmus 93
Die Rückgewinnung der Kontrolle 96
»I felt like god!«  101
Unerlöste Liebe 106
Über den Tod hinaus 110
5. Schulen als Bedingungsrahmen
Warum an Schulen? 114
Der Leistungsbegriff 119
Schulaltag 121
Der unsichtbare Amokläufer 124
Die Note 126
Die Produktion von Verlierern 131
Das Rivalisieren 135
Heimlicher Lehrplan 139
6. Es geht auch anders
Schulen – ohne Amoklauf? 143
Aus der Kriminologie lernen 144
Die hinterfragte »Leistung«  149
»Erfolg« is nciht alles 150
Ängste ernst nehmen 152
Demokratie als Ernstfall 154
Sich verbindlich verbinden 159
Gemeinsam statt gegeneinander 162
Learning by doing 164
Gewaltprävention aus Prinzip 167
Der Lehrer als Pädagoge 171
7. Ausblick
Der nächste Schütze steht bereit 177
Literatur 182

EditionsEdit

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