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FAUST, VOLKER (2012)
Amok; in Faust, Volker: Psychische Störungen heute; ecomed, Heidelberg.
ISBN 9783609100302
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Abstract

Der Begriff Amok ist zwar in aller Munde, wird aber inzwischen so breit und damit unscharf gebraucht, dass viele gar nicht mehr wissen, was er ursprünglich bezeichnete: eine plötzliche, willkürliche, nicht provozierte Gewaltattacke mit mörderischem oder zumindest erheblich zerstörerischem Verhalten. Danach Erinnerungslosigkeit und Erschöpfung, häufig auch Umschlag in selbstzerstörerische Reaktionen mit Verstümmelung oder Selbsttötung.

Über die psychologischen Hintergründe bestand schon früher keine Einigkeit, zu viele Aspekte galt es zu berücksichtigen. Allerdings vermittelten schon ältere Untersuchungen, meist aus dem Fernen Osten, interessante Hinweise über Alter, Geschlecht, sozialen Status, Persönlichkeitsstruktur, Ursachen, Hintergründe, Auslöser und Ablauf solcher oft verheerenden Gewaltdurchbrüche.

Neuere Untersuchungsergebnisse aus der westlichen Welt scheinen keine wesentlichen Abweichungen zu finden, selbst dort nicht, wo man fassungslos einer offenbar „modernen“ Form des Amoklaufs gegenübersteht: dem Schul-Amok (school shooting).

Obgleich Amok im eigentlichen Sinne ein überaus seltenes Ereignis ist (und im Grunde nichts mit politisch und militärisch motivierten Mord- oder Selbstmord-Attacken zu tun hat), sollte man einiges darüber wissen. Denn völlig ausgeschlossen ist ein so unfassbares Geschehen nirgends und zu keiner Zeit, auch nicht bei uns, wie neuere Blutbäder in Deutschland und der Schweiz beweisen.

Nachfolgend deshalb eine etwas ausführlichere Darstellung, bei der auch historische Aspekte berücksichtigt werden.


FAUST, VOLKER (2012)
Amok an Schulen (Schoolshooting); in Faust, Volker: Psychische Störungen heute; ecomed, Heidelberg.
ISBN 9783609100302
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Abstract

Amok: ein Schreckens-Wort und schließlich unfassbare Tat. Noch schlimmer im Meinungsbild der Allgemeinheit: Amok an Schulen (Schoolshooting), von jungen Menschen gegen Erwachsene und Gleichaltrige. Manchmal gnadenlos wer gerade über den Weg läuft, immer häufiger offenbar auch gezielt. Genaue Erkenntnisse aber sind nur schwer zu bekommen. Meist findet der Täter selber den Tod. Nachträglich wird aber manches deutlicher – wenn auch zu spät. Das betrifft vor allem das Schoolshooting: Alter, Geschlecht, Ausbildung, berufliche Entwicklung, Leistung u. a. Insbesondere aber die Motive: Partnerschaft, Trennungen, Todesfälle, Krisen in Schule oder Beruf, damit konkret subjektiv empfundene Kränkungen, Demütigungen, berufliche und partnerschaftliche Frustrationen, Versagungen, „Katastrophen“. Danach die Frage: Amok-Waffe (wenn nicht gar ein ganzes Waffen-Arsenal, auf jeden Fall erstaunlich leicht zu bekommen). Schließlich die Beziehung von Tatzeit und Motiv sowie zusätzliche bahnende Aspekte (Medien, PC, Imitations-Täter, seelische Störung usf.).

Amok an Schulen, eine offenbar wachsende Gefahr. Nachfolgend deshalb eine kurz gefasste Übersicht in Ergänzung zu den anderen Beiträgen in dieser Serie bei der auch die heftig diskutierten Themen Früh-Erkennung, Prävention, Behandlung usf. angerissen werden.


FAUST, VOLKER (2012)
Amok in Deutschland - Statistisch gesehen; in Faust, Volker: Psychische Störungen heute; ecomed, Heidelberg.
ISBN 9783609100302
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Abstract

Schon der Schlachtruf „Amok“ führte in den entsprechenden Kriegen zu Panikreaktionen. Und noch heute lösen entsprechende Medien-Meldungen eines Amoklaufs größte Unruhe aus – mit Recht. Denn es gibt kaum etwas, das schwieriger zu beurteilen, vor allem rechtzeitig einzuschätzen und damit ggf. vor der Bluttat halbwegs erfolgreich zu neutralisieren ist. Deshalb versucht die Wissenschaft mit allen verfügbaren Mitteln ein wenig Licht in dieses „grausame Dunkel“ zu bringen. Das ist allerdings sehr schwierig, denn die meisten Täter richten sich selber und können damit nachträglich kaum mehr ergiebig und damit vorbeugend untersucht werden. Trotzdem gibt es aus der Reihe der bisher verfügbaren Unterlagen, z. B. durch Medien und staatsanwaltliche Erhebungen, eine Reihe von Erkenntnissen, die einen gewissen Einblick in Häufigkeits-Verteilung, Täter-Charakteristika, Alter, Geschlecht, soziale Vorgeschichte, seelische Vor-Erkrankungen und damit Schuldfähigkeit, Vorstrafen, Tatort u. a. erlauben. Dazu eine Übersicht aus epidemiologischer und psychopathologischer Sicht.


FAUST, VOLKER (2011)
Amok; in Faust, Volker: Von Amok bis Zwang - Eine psychiatrisch-neurologische Auswahl, Vol. 1; ecomed Medizin, Heidelberg. (pp. 20-32)
ISBN 9783609100074


FAUST, VOLKER (2011)
Schoolshooting - Amok an Schulen; in PraxisMagazin, Vol. 27, No. 11. (pp. 22-28)

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